Mehr Rückenwind für Fahrradmobilität: Förderung für Betriebliches Mobilitätsmanagement geht 2027 weiter
Gute Nachrichten für Unternehmen, die ihre betriebliche Mobilität nachhaltiger, effizienter und fahrradfreundlicher gestalten möchten: Das Förderprogramm „mobil gewinnt“ wird fortgesetzt. Kleine und mittlere Unternehmen können noch bis zum 31. Dezember 2026 Förderanträge für Maßnahmen stellen, deren Umsetzung für 2027 vorgesehen ist.
Damit eröffnet sich für Unternehmen eine interessante Gelegenheit, den Einstieg in ein Betriebliches Mobilitätsmanagement professionell vorzubereiten oder bereits geplante Maßnahmen mit staatlicher Unterstützung umzusetzen.
Gefördert werden dabei nicht nur Konzepte. Auch ganz konkrete Verbesserungen für die Fahrradmobilität im Unternehmen können Bestandteil eines förderfähigen Mobilitätskonzepts sein – beispielsweise Lastenräder, sichere Fahrradabstellanlagen, Ladeinfrastruktur oder weitere Maßnahmen, die den Umstieg auf das Fahrrad im Arbeitsalltag erleichtern.
Zwei Förderwege für kleine und mittlere Unternehmen
Das Förderprogramm „Betriebliches Mobilitätsmanagement“ des Bundes richtet sich mit der Initial- und Breitenförderung gezielt an kleine und mittlere Unternehmen.
- Die Initialförderung unterstützt Unternehmen, die bislang keine oder nur geringe Erfahrung mit Betrieblichem Mobilitätsmanagement haben. Gefördert wird eine professionelle Erstberatung einschließlich Bestandsaufnahme und eines auf den jeweiligen Standort zugeschnittenen Mobilitätskonzepts. Die Förderung kann die tatsächlich anfallenden Beratungskosten bis zu einer Höhe von 5.000 Euro vollständig abdecken.
- Die Breitenförderung setzt einen Schritt später an. Sie unterstützt die Umsetzung konkreter Maßnahmen aus einem bestehenden Mobilitätskonzept. Kleine Unternehmen können dabei einen Zuschuss von bis zu 60 Prozent, mittlere Unternehmen von bis zu 50 Prozent der förderfähigen Kosten erhalten. Die maximale Fördersumme beträgt 60.000 Euro.
Die Antragsfrist für beide Förderbereiche endet am 31. Dezember 2026. Die Förderung der neu beantragten Vorhaben ist für das Jahr 2027 vorgesehen.
Was lässt sich im Bereich Fahrradmobilität fördern?
Betriebliches Mobilitätsmanagement ist wesentlich mehr als das klassische Dienstrad.
Es betrachtet die Mobilität eines Unternehmens als Ganzes: Wie kommen Mitarbeitende zur Arbeit? Welche Wege entstehen während des Arbeitstags? Welche Fahrzeuge werden für kurze Dienst- und Transportfahrten eingesetzt? Welche Infrastruktur fehlt, damit häufiger Fahrrad oder E-Bike genutzt werden können?
Gerade an diesen Punkten kann die Breitenförderung ansetzen. Förderfähige Maßnahmen können beispielsweise die Anschaffung von Lastenfahrrädern und Lastenpedelecs, hochwertige und witterungsgeschützte Radabstellanlagen, Umkleiden und Duschen, Ladeinfrastruktur oder digitale Lösungen für die Organisation betrieblicher Mobilität umfassen.
Für Unternehmen in Regensburg und der Region können darüber hinaus Sharing-Angebote wie die Donau Donkeys ein weiterer sinnvoller Baustein eines Mobilitätskonzepts sein. Statt für jede denkbare Nutzung ein eigenes Fahrzeug vorzuhalten, lässt sich betriebliche Fahrradmobilität damit flexibel ergänzen.
Entscheidend ist deshalb nicht die Frage: „Welche Förderung können wir bekommen?“
Die bessere Frage lautet: Welche Mobilitätslösung passt tatsächlich zu unserem Unternehmen – und welche Förderung lässt sich dafür sinnvoll einsetzen?
Erst das Mobilitätskonzept, dann die Investition
Hier liegt einer der Vorteile der Initialförderung.
Ein gutes Betriebliches Mobilitätsmanagement beginnt nicht beim Kauf eines Fahrzeugs. Zunächst werden bestehende Wege, Mobilitätsbedürfnisse und Rahmenbedingungen untersucht. Daraus lässt sich ableiten, welche Maßnahmen für den jeweiligen Betrieb wirtschaftlich und organisatorisch sinnvoll sind.
Vielleicht sind es Lastenräder für innerstädtische Service- und Transportfahrten. Vielleicht fehlen sichere Abstellmöglichkeiten für die Fahrräder der Mitarbeitenden. Vielleicht benötigen E-Bikes eine geeignete Ladeinfrastruktur. Oder eine Kombination aus Betriebsrädern, öffentlichem Verkehr und Sharing-Angeboten bietet die sinnvollste Lösung.
Aus einer einzelnen Anschaffung wird so ein Mobilitätskonzept, das zum Unternehmen und zu den tatsächlichen täglichen Wegen passt.
Feine Räder ist offizieller Berater bei „mobil gewinnt“
Für die geförderte Erstberatung können Unternehmen nicht irgendeinen Anbieter beauftragen. Die Beratung muss durch qualifizierte Beraterinnen und Berater aus dem offiziellen Beratungspool des Förderprogramms erfolgen.
Feine Räder Regensburg ist in diesem offiziellen Beratungspool gelistet.
Damit begleiten wir Unternehmen nicht nur bei der späteren Auswahl und Beschaffung geeigneter Fahrräder, E-Bikes, Lastenräder oder Infrastruktur. Wir können bereits bei der Analyse der betrieblichen Mobilität und der Entwicklung eines passenden Mobilitätskonzepts ansetzen.
Für Unternehmen entsteht dadurch ein durchgängiger Prozess: von der ersten Bestandsaufnahme über die Fördermöglichkeiten bis hin zur konkreten Umsetzung.
Auch die BAFA-Förderung für E-Lastenräder bleibt interessant
Nicht jedes Unternehmen benötigt ein umfassendes Betriebliches Mobilitätsmanagement. Wenn bereits feststeht, dass ein gewerblich eingesetztes E-Lastenrad angeschafft werden soll, kann deshalb auch die bundesweite E-Lastenfahrrad-Förderung über das BAFA interessant sein.
Gefördert werden derzeit 25 Prozent der förderfähigen Anschaffungskosten eines geeigneten E-Lastenfahrrads oder elektrisch unterstützten Lastenradanhängers, maximal 3.500 Euro pro Fahrzeug.
Die aktuelle Förderrichtlinie läuft bis zum 30. Juni 2027.
Wichtig ist auch hier die richtige Reihenfolge: Förderantrag und Bewilligung müssen vor dem verbindlichen Kauf beziehungsweise der Bestellung berücksichtigt werden. Ein bereits begonnenes Vorhaben kann die Förderung ausschließen.
Welche Variante im konkreten Fall sinnvoller ist – „mobil gewinnt“, BAFA oder gegebenenfalls ein anderes Förderprogramm – hängt deshalb immer vom geplanten Vorhaben ab.
Zusätzliches Förderprogramm der Stadt Regensburg
Für Unternehmen, Gewerbetreibende, Freiberufler und Privatpersonen mit Sitz beziehungsweise Hauptwohnsitz in Regensburg gibt es außerdem das kommunale Förderprogramm „Regensburg effizient – Nachhaltige Mobilität“.
Die seit Januar 2026 geltende Richtlinie fördert unter anderem Transport- und Lastenräder, Lastenpedelecs, Fahrradanhänger sowie bestimmte elektrische Leichtfahrzeuge.
Auch hier gilt: erst Förderung beantragen und Förderzusage abwarten, dann kaufen oder verbindlich bestellen.
Gerade weil sich Zielgruppen, Voraussetzungen, Förderquoten und förderfähige Fahrzeuge zwischen den einzelnen Programmen unterscheiden, lohnt sich ein genauer Blick vor der Anschaffung.
Welches Förderprogramm passt zu Ihrem Unternehmen?
100 Prozent Förderung für eine qualifizierte Erstberatung, bis zu 60 Prozent für konkrete Maßnahmen im Betrieblichen Mobilitätsmanagement, 25 Prozent für geeignete gewerbliche E-Lastenräder über das BAFA oder eine kommunale Förderung in Regensburg: Auf den ersten Blick wirkt die Förderlandschaft komplex.
Deshalb lohnt es sich, das geplante Mobilitätsvorhaben zuerst sauber einzuordnen.
Feine Räder Regensburg begleitet Unternehmen von der Idee bis zur Umsetzung. Gemeinsam betrachten wir die vorhandene Mobilität, identifizieren sinnvolle Maßnahmen und prüfen, welche Fördermöglichkeiten dazu passen. Anschließend unterstützen wir auf Wunsch bei Förderantrag, Auswahl, Beschaffung und praktischer Umsetzung.
Dabei geht es nicht darum, eine Investition allein deshalb zu tätigen, weil sie gefördert wird. Ziel ist eine Mobilitätslösung, die dauerhaft zum Unternehmen passt – wirtschaftlich, organisatorisch und im täglichen Einsatz.
Jetzt Förderung für 2027 vorbereiten
Wer die Initial- oder Breitenförderung von „mobil gewinnt“ nutzen möchte, sollte die Frist im Blick behalten: Förderanträge müssen spätestens bis zum 31. Dezember 2026 eingereicht werden.
Da Fördermittel begrenzt sind und die Antragstellung vorbereitet werden muss, empfiehlt es sich, geplante Maßnahmen frühzeitig zu prüfen.
Sie möchten wissen, welche Fahrradmobilität zu Ihrem Unternehmen passt und welche Fördermöglichkeiten Sie nutzen können? Sprechen Sie mit uns. Gemeinsam bringen wir Ihr Betriebliches Mobilitätsmanagement ins Rollen.