Alte Liebe rostet nicht!

Radlretter Regensburg: Fahrräder retten, Abstellplätze schaffen

Alte Liebe rostet nicht – aber manchmal blockiert sie wichtige Fahrradabstellplätze. Die Radlretter von Feine Räder kümmern sich darum, aufgegebene Räder sichtbar zu machen, sinnvoll zu prüfen und Platz für aktiven Radverkehr in Regensburg zu schaffen. Festgekettete Räder, vergessen und verwittert, blockieren Platz. Radlretter setzt genau da an – mit Aktion, Bewusstsein und stetiger Kontrolle.

 

Sie stehen in unseren Städten wie vergessene Relikte

Fahrräder, die Sommer wie Winter an Zäunen, Laternen oder Geländern angekettet sind. Rost frisst sich durch ihre Rahmen, Reifen verlieren Luft, und langsam verschwinden sie unter einer Patina aus Staub und Wetter. Sie nehmen Raum ein, als wären sie zu Skeletten einer Zeit geworden, in der sie noch gebraucht wurden.  

Was sind die Radlretter?

Die Radlretter sind ein Projekt der Feine Räder GmbH, das zusammen mit der Stadt Regensburg seit gut einem Jahr vorangetrieben wird. Ziel ist es, Fahrradabstellanlagen wieder besser nutzbar zu machen, aufgegebene Räder sichtbar zu machen und dort, wo es sinnvoll möglich ist, Fahrräder vor der reinen Entsorgung zu bewahren.

 

In vielen Städten stehen an Abstellanlagen Fahrräder, die offensichtlich seit langer Zeit nicht mehr bewegt wurden. Manche sind defekt, ausgeschlachtet oder stark verwittert. Andere wurden vielleicht vergessen, zurückgelassen oder nicht mehr abgeholt. Für aktive Radfahrerinnen und Radfahrer blockieren diese Räder wertvolle Stellplätze.

 

Hier setzen die Radlretter an: Wir möchten Platz schaffen, Räder prüfen und das Thema Fahrradparken in Regensburg stärker ins Bewusstsein rücken. Denn wer möchte, dass mehr Menschen Rad fahren, muss auch dafür sorgen, dass Fahrräder sicher, ordentlich und gut erreichbar abgestellt werden können.

Ein Projekt mit Rückenwind für Regensburg

Das Projekt Radlretter wurde zuletzt auch im Planungsausschuss der Stadt Regensburg beraten und in der lokalen Presse aufgegriffen. Für uns zeigt das: Freie und gut nutzbare Fahrradabstellanlagen sind kein Nebenthema, sondern ein wichtiger Teil funktionierender Fahrradinfrastruktur.

Mehr Hintergründe dazu haben wir in unserem Beitrag Radlretter Regensburg: Warum freie Fahrradabstellanlagen wichtig sind zusammengefasst.

Warum freie Fahrradabstellanlagen wichtig sind

Fahrradinfrastruktur besteht nicht nur aus Radwegen. Sie beginnt unter anderem dort, wo Menschen ihr Rad abstellen: vor Geschäften, an Bahnhöfen, in der Altstadt, vor Arbeitsplätzen, Schulen, Behörden und Treffpunkten. Wenn diese Abstellplätze dauerhaft blockiert sind, wird Radfahren im Alltag unpraktischer.

Freie und gut nutzbare Fahrradabstellanlagen haben deshalb einen direkten Einfluss darauf, wie attraktiv Radfahren in einer Stadt ist. Wer sicher sein kann, einen geeigneten Platz für sein Rad zu finden, fährt eher mit dem Fahrrad. Wer dagegen regelmäßig überfüllte, unübersichtliche oder blockierte Anlagen vorfindet, steigt im Zweifel wieder auf andere Verkehrsmittel um.

Für Regensburg ist das besonders wichtig: Die Stadt ist kompakt, viele Wege sind fahrradtauglich, und gerade in der Altstadt ist Platz knapp. Jeder wieder nutzbare Fahrradstellplatz hilft dabei, Radverkehr einfacher, sichtbarer und alltagstauglicher zu machen.

Die Radlretter verstehen sich deshalb nicht als reine Aufräumaktion, sondern als Beitrag zu einer besseren Fahrradkultur: weniger blockierte Abstellplätze, weniger Schrott im öffentlichen Raum und mehr Freude am Radfahren.

So funktioniert die Radlrettung in Regensburg

Bei der Radlrettung geht es um einen verantwortungsvollen Umgang mit Fahrrädern im öffentlichen Raum. Offensichtlich aufgegebene oder dauerhaft abgestellte Räder werden nicht einfach willkürlich entfernt. Entscheidend ist ein geordneter Ablauf, bei dem geprüft, markiert und dokumentiert wird.

 

Typischerweise beginnt der Prozess damit, dass auffällige Räder an stark genutzten Fahrradabstellanlagen erkannt und markiert werden. So wird sichtbar: Dieses Rad steht schon länger an dieser Stelle und soll überprüft werden. Nach einer Wartefrist kann beurteilt werden, ob das Rad weiterhin genutzt wird oder ob es tatsächlich dauerhaft aufgegeben wurde. 

 

Erst danach wird entschieden, wie es weitergeht. Manche Räder sind nicht mehr verkehrstauglich und können nur noch verwertet oder entsorgt werden. Andere haben noch Substanz und verdienen eine zweite Chance – zum Beispiel durch Reparatur, Aufbereitung oder eine sinnvolle Weitergabe.

 

Wichtig ist uns dabei: Radlrettung bedeutet nicht, Fahrräder vorschnell verschwinden zu lassen. Es geht um Sorgfalt, Prüfung und den Versuch, aus einem blockierten Abstellplatz wieder einen nutzbaren Platz für aktiven Radverkehr zu machen.

Was mit geretteten Rädern passiert

Nicht jedes gefundene Rad ist automatisch Schrott. Als Fahrradfachgeschäft sehen wir oft, dass selbst ältere Räder noch einen Wert haben können – technisch, materiell oder emotional. Manche brauchen nur eine Reparatur. Andere eignen sich als Ersatzteilspender. Wieder andere sind tatsächlich am Ende ihres Lebenszyklus angekommen.

Wir schauen genau hin: Ist das Rad noch reparierbar? Lohnt sich eine Aufbereitung? Können Teile weiterverwendet werden? Oder ist eine fachgerechte Entsorgung der richtige Weg?

Dieser Blick unterscheidet die Radlretter von einer reinen Entsorgungsaktion. Unser Ziel ist nicht nur, Platz zu schaffen. Unser Ziel ist auch, Ressourcen sinnvoll zu nutzen und Fahrrädern dort eine zweite Chance zu geben, wo es realistisch möglich ist.

Das passt zu dem, was Feine Räder seit vielen Jahren ausmacht: Fahrräder sollen genutzt, gepflegt, repariert und möglichst lange sinnvoll gefahren werden. Nachhaltigkeit beginnt oft nicht beim Neukauf, sondern bei der Frage, was mit vorhandenen Rädern noch möglich ist.

Mitmachen: Rad abgeben, einschätzen lassen oder informieren

Du hast ein Fahrrad, das nicht mehr genutzt wird? Du bist unsicher, ob sich eine Reparatur noch lohnt? Oder du möchtest ein älteres Rad sinnvoll weitergeben, statt es im Keller, Hof oder an einem Abstellplatz stehen zu lassen?

Dann kannst du dich gerne bei Feine Räder melden. Wir schauen gemeinsam, welcher Weg sinnvoll ist: Einschätzung, Reparatur, Weitergabe, Teileverwertung oder fachgerechte Entsorgung.

Bitte nutze bei deiner Anfrage gerne das Stichwort „Radlretter“. So können wir dein Anliegen direkt richtig einordnen.

Wenn dein Rad noch gut erhalten ist oder du ein gebrauchtes Fahrrad suchst, lohnt sich außerdem ein Blick auf unsere Angebote rund um Gebrauchträder, Werkstatt und Fahrradflohmarkt.

Aktuelles zum Projekt Radlretter

Das Projekt Radlretter wurde in Regensburg auch öffentlich und politisch aufgegriffen. Für uns ist das ein wichtiges Signal: Freie Fahrradabstellanlagen sind kein Randthema, sondern ein Teil funktionierender Fahrradinfrastruktur.

Die lokale Presse hat über die Radlrettung in Regensburg berichtet. Die Mittelbayerische hat das Projekt aufgegriffen und über die positive Resonanz im Zusammenhang mit den Regensburger Fahrradabstellanlagen berichtet. Bericht der Mittelbayerischen zur Radlrettung in Regensburg

Wir machen weiter – für mehr Rad, für mehr Umwelt und für mehr Freude am Fahrradfahren in Regensburg.

Häufige Fragen zu den Radlrettern Regensburg

Ziel der Radlretter ist es, dauerhaft blockierte Fahrradabstellplätze in Regensburg wieder nutzbar zu machen, aufgegebene Räder verantwortungsvoll zu prüfen und Fahrräder dort zu erhalten, wo eine sinnvolle Weiterverwendung möglich ist.

Wenn Fahrradabstellanlagen dauerhaft durch nicht mehr genutzte Räder belegt sind, fehlen Stellplätze für Menschen, die ihr Fahrrad im Alltag aktiv nutzen. Das macht Radfahren weniger komfortabel und schwächt die Fahrradinfrastruktur.

Das Projekt „Radlretter“ in Regensburg, oft auch als Radl-Aufräumaktion oder Radlrettung bezeichnet, ist eine Initiative der Feinen Räder Regensburg, um den öffentlichen Raum in der Altstadt von Schrotträdern zu befreien

Wir von Feine Räder haben das Projekt 2025 der Stadt zur Umsetzung vorgeschlagen wurden erstmals 2025 im Rahmen eines Testzeitraums mit der Aktion durch die Stadt Regensburg beauftragt.  Feine Räder engagiert sich seit vielen Jahren für Fahrradkultur, Reparatur, nachhaltige Mobilität und mehr Freude am Radfahren.

Nein. Bei der Radlrettung geht es um einen geordneten und verantwortungsvollen Ablauf. Auffällige Räder werden geprüft, markiert und erst nach einer entsprechenden Frist weiter bearbeitet. Ziel ist nicht das vorschnelle Entfernen, sondern ein sorgfältiger Umgang mit Fahrrädern und Abstellflächen.

Das hängt vom Zustand des Fahrrads ab. Manche Räder können repariert oder weiterverwendet werden, dann werden diese an Campus Asyl e.V. übergeben, dort aufbereitet und dann an Bedürftige ausgegeben. Räder, die man nicht mehr reparieren kann, werden ggf. ausgeschlachtet und dann entsorgt. Wo es sinnvoll möglich ist, steht die Weiterverwendung vor der Entsorgung.

Wenn du ein altes oder nicht mehr genutztes Fahrrad sinnvoll weitergeben möchtest, kannst du Feine Räder kontaktieren. Wir prüfen, ob eine Einschätzung, Reparatur, Weitergabe oder Verwertung sinnvoll ist. Nutze bei deiner Anfrage gerne das Stichwort „Radlretter“. Eine Abholung durch uns ist allerdings kostenpflichtig und wird nach Aufwand berechnet.

Wenn du ein altes oder nicht mehr genutztes Fahrrad sinnvoll weitergeben möchtest, kannst du Feine Räder kontaktieren. Wir prüfen, ob eine Einschätzung, Reparatur, Weitergabe oder Verwertung sinnvoll ist. Nutze bei deiner Anfrage gerne das Stichwort „Radlretter“.

Regensburg ist eine Stadt, in der viele Wege gut mit dem Fahrrad zurückgelegt werden können. Damit mehr Menschen Rad fahren, braucht es aber nicht nur gute Wege, sondern auch nutzbare Abstellmöglichkeiten. Die Radlretter helfen dabei, vorhandene Fahrradabstellanlagen wieder besser zugänglich zu machen.

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