RAD:HUB: Neue Wege für die Fahrradreparatur in Regensburg

Wie kommt ein schweres E-Bike oder Lastenrad eigentlich in die Werkstatt, wenn das Fahrrad im Alltag gerade das Auto ersetzen soll?

Mit RAD:HUB erprobt Feine Räder in Regensburg eine neue Lösung: An dezentralen Abgabestationen können Fahrräder unabhängig von den Öffnungszeiten sicher zur Reparatur abgegeben werden. Der Auftrag wird digital übermittelt, Feine Räder übernimmt Abholung, Reparatur und Rücktransport.

Das System ist bereits im Einsatz: 14 Standorte der kontaktlosen Radabgabe sind derzeit von uns vorgehalten. → Hier gibt es weitere Informationen dazu…

Fahrrad abgeben, wann es in den Alltag passt – und trotzdem mobil bleiben. Mit RAD:HUB entwickelt Feine Räder in Regensburg ein neues Konzept für die kontaktlose Fahrradreparatur. Am 7. Oktober 2026 hat die Regensburger Bürgermeisterin Dr. Helene Sigloch die Schirmherrschaft für das vom Bundesministerium für Verkehr geförderte Projekt übernommen. Bei einem gemeinsamen Termin am Kassiansplatz wurde demonstriert, wie einfach die Fahrradabgabe künftig organisiert werden kann.

Dahinter steckt eine Frage, die für die alltägliche Fahrradmobilität entscheidend ist: Was passiert eigentlich, wenn das Fahrrad, das unser Auto ersetzen soll, selbst einmal in die Werkstatt muss?

 

RAD:HUB Regensburg: Fahrradreparatur neu gedacht

Im Bild: v. l. n. r. Daniel Maurer (Feine Räder), Ulrich Schmack (Geschäftsführer Feine Räder), 2. Bürgermeisterin Dr. Helene Sigloch, Jürgen Bachl. Stv. Vorsitzender, Klaus Wörle. Stv. Vorsitzender., Verena Riehl. Stv. Vorsitzende (ADFC) demonstrieren an der RAD:HUB-Station am Regensburger Kassiansplatz die kontaktlose Abgabe eines Fahrrads zur Reparatur.
Bildnachweis: Feine Räder GmbH / Daniel Maurer

Wenn das Fahrrad Alltagsverkehrsmittel ist, muss auch der Service alltagstauglich sein

Wer sein Fahrrad nur gelegentlich für eine Wochenendtour nutzt, kann einen Werkstatttermin meist relativ einfach organisieren. Anders sieht es aus, wenn das Rad täglich gebraucht wird: für den Arbeitsweg, zum Einkaufen, für den Kindertransport oder für viele andere Wege durch Regensburg.

Dann wird eine notwendige Reparatur schnell zur organisatorischen Herausforderung.

Wann kann ich das Fahrrad abgeben? Wie bekomme ich ein schweres E-Bike oder Lastenrad zur Werkstatt? Und wie bleibe ich mobil, solange mein Rad repariert wird?

Mit RAD:HUB möchten wir genau diese Hürden reduzieren.

Die Idee: Die Fahrradwerkstatt bleibt dort, wo sie ist – aber die Annahme und Rückgabe der Fahrräder rücken näher an den Alltag der Menschen.

An dezentralen Abgabestationen können Fahrräder wohnortnah oder in der Nähe des Arbeitsplatzes unabhängig von den regulären Werkstattöffnungszeiten abgegeben werden. Der Reparaturauftrag wird digital erfasst. Um Abholung, Werkstattservice und Rücktransport kümmern wir uns.

Damit muss nicht mehr der gesamte Tagesablauf um einen Werkstattbesuch herum geplant werden.

So funktioniert RAD:HUB: Fahrradreparatur ohne klassischen Werkstattbesuch

Der Ablauf ist bewusst einfach gestaltet.

  1. Fahrrad an einem RAD:HUB abgeben
    Kundinnen und Kunden wählen eine passende Station in Regensburg oder Neutraubling und bringen ihr Fahrrad dorthin – auch außerhalb der regulären Öffnungszeiten der Werkstatt.
     
  2. Reparaturauftrag digital übermitteln
    Über einen QR-Code an der Station gelangen sie zum Onlineformular. Dort werden die notwendigen Angaben zum Fahrrad und zum gewünschten Werkstattservice erfasst. Das Rad wird anschließend entsprechend der Anleitung an der Station gesichert.
     
  3. Feine Räder übernimmt den Werkstattservice
    Wir holen das Fahrrad an der Station ab, bringen es in unsere Werkstatt und kümmern uns um die weitere Abwicklung. Nach der Sichtung informieren wir über die Reparaturdetails.
     
  4. Das Fahrrad kommt zurück zur Station
    Nach Abschluss der Arbeiten übernehmen wir auch den Rücktransport. So lässt sich die Reparatur organisieren, ohne das Fahrrad selbst zur Werkstatt und wieder zurück transportieren zu müssen.

Und besonders praktisch: Wer während der Reparatur weiterhin mit dem Fahrrad unterwegs sein möchte, kann bei Bedarf und nach Verfügbarkeit vergünstigt ein Rad aus unserem Donau-Donkeys-Sharingsystem nutzen.

Bürgermeisterin Dr. Helene Sigloch übernimmt die Schirmherrschaft

Am 7. Oktober 2026 wurde RAD:HUB am Regensburger Kassiansplatz offiziell vorgestellt. Gemeinsam mit unserem Geschäftsführer Ulrich Schmack ließ sich Bürgermeisterin Dr. Helene Sigloch den Ablauf der kontaktlosen Fahrradabgabe demonstrieren und übernahm die Schirmherrschaft für das Projekt.

Das Vorhaben wird durch das Bundesministerium für Verkehr (BMV) gefördert.

Die Bürgermeisterin unterstreicht insbesondere den Nutzen wohnortnaher Serviceangebote für die Alltagsmobilität: „Wohn- oder arbeitsplatznahe Abgabestationen machen Wartung und Reparatur einfacher. Das Sharingangebot hilft dabei, im Alltag mobil zu bleiben.“

Für Feine-Räder-Geschäftsführer Ulrich Schmack steht dabei vor allem die praktische Entlastung der Kundinnen und Kunden im Mittelpunkt: „Wir möchten Fahrradreparatur so einfach machen wie die Abholung eines Pakets: wohnortnah, digital und unabhängig von den Öffnungszeiten der Werkstatt.“

Mit RAD:HUB entsteht damit ein Serviceangebot, das nicht nur den Werkstattbesuch vereinfacht, sondern die Nutzung des Fahrrads als alltägliches Verkehrsmittel unterstützen soll.

Bürgermeisterin Dr. Helene Sigloch übernimmt die Schirmherrschaft für RAD:HUB

Warum einfacher Zugang zur Fahrradwerkstatt so wichtig ist

Dass die Erreichbarkeit von Werkstätten und die Organisation von Reparaturen für den Radverkehr eine wichtige Rolle spielen, zeigen auch aktuelle Untersuchungen.

Der europaweite Shimano State of the Nation Report basiert auf einer Befragung von rund 25.000 Menschen in 25 europäischen Ländern. Ein Ergebnis: In Deutschland berichten rund 47 Prozent der 18- bis 79-Jährigen von Hürden beim Zugang zu Fahrradwartung und Reparatur.

Zu diesen Hürden zählen unter anderem lange Wartezeiten, ungünstige Öffnungszeiten und schwer erreichbare Werkstätten. Solche Schwierigkeiten können dazu führen, dass Reparaturen hinausgezögert werden oder Menschen das Fahrrad seltener nutzen. Quelle: → Shimano State of the Nation Report 2026 (PDF)

Án dieser Stelle möchten wir mit RAD ansetzen. Denn wenn das Fahrrad eine verlässliche Alternative zum Auto sein soll, darf seine Wartung nicht selbst zu einem Grund werden, wieder auf das Auto angewiesen zu sein.

Zur Fahrradinfrastruktur einer Stadt gehört deshalb aus unserer Sicht nicht nur ein gutes Radwegenetz, sondern auch ein möglichst unkomplizierter Zugang zu Wartung und Reparatur.

RAD:HUB ist bereits im praktischen Einsatz

RAD:HUB ist keine bloße Zukunftsidee. Seit Januar 2026 wird das Konzept in Regensburg praktisch erprobt. Gestartet wurde zunächst mit sechs Stationen. Inzwischen wurden über das System bereits mehrere hundert Fahrradabgaben abgewickelt.

Die Erfahrungen aus dem laufenden Betrieb fließen in die Weiterentwicklung des Angebots ein.

Mittlerweile steht ein wachsendes Stationsnetz mit Abgabemöglichkeiten an unterschiedlichen Standorten in Regensburg und Neutraubling zur Verfügung. Damit können immer mehr Menschen eine Station in der Nähe ihres Wohnorts, Arbeitsplatzes oder eines regelmäßig genutzten Weges finden.

Besonders für schwere E-Bikes und Lastenräder ist das interessant: Wer sein Fahrrad nicht ohne Weiteres im Auto transportieren kann oder möchte, profitiert davon, wenn der Weg zur Werkstatt durch eine nahegelegene Abgabestation ersetzt wird.

Die aktuelle Übersicht aller Stationen und den genauen Ablauf findet Ihr auf unserer Seite zur kontaktlosen Fahrradabgabe in Regensburg.

Vom Pilotprojekt zum regionalen Stationsnetz

Langfristig soll RAD:HUB deutlich mehr ermöglichen als einzelne Abgabestationen. Die erste Ausbaustufe sieht ein Netz von etwa 10 bis 15 Standorten vor. Perspektivisch sind in Regensburg sogar 50 bis 100 wohn- und arbeitsortnahe Stationen denkbar.

Dahinter steht der Gedanke, Fahrradreparatur dort zugänglich zu machen, wo Menschen ohnehin unterwegs sind.

Wohngebiete, Arbeitsstätten und andere häufig besuchte Orte können so zu Anlaufpunkten für einen Werkstattservice werden, ohne dass an jedem Standort eine eigene Fahrradwerkstatt notwendig ist. Die eigentlichen Reparaturen werden weiterhin fachgerecht in der Werkstatt durchgeführt. RAD:HUB organisiert den Weg dorthin und zurück.

Durch die gebündelte Abholung und Rückgabe können zudem einzelne zusätzliche Fahrten vermieden werden, die sonst für den Fahrradtransport zur Werkstatt notwendig wären. Ob und in welchem Umfang sich daraus eine Verkehrsentlastung ergibt, hängt von der weiteren Nutzung und Entwicklung des Stationsnetzes ab.

RAD:HUB und Donau Donkeys: Mobil bleiben, auch wenn das eigene Rad in der Werkstatt ist

Eine Besonderheit des Konzepts ist die Verbindung mit unserem regionalen Bike-Sharing-Angebot Donau Donkeys. Denn bei einer Fahrradreparatur geht es nicht nur darum, das defekte Rad möglichst unkompliziert in die Werkstatt zu bekommen. Mindestens genauso wichtig ist die Frage, wie die alltäglichen Wege während der Reparatur zurückgelegt werden können.

Hier ergänzen sich die beiden Angebote.

Während RAD:HUB die Annahme und den Transport des eigenen Fahrrads organisiert, können die Donau Donkeys bei Bedarf eine Mobilitätsalternative bieten. Für die Dauer des Werkstattaufenthalts ist eine vergünstigte Nutzung nach Verfügbarkeit vorgesehen. So entstehen aus Werkstattservice, digitaler Organisation, Transportlogistik und Bike-Sharing miteinander verbundene Angebote.

Für uns ein wichtiger Ansatz: Fahrradmobilität sollte nicht an einer notwendigen Reparatur scheitern.

Ein Konzept, das auch über Regensburg hinaus interessant werden kann

RAD:HUB wird zunächst in Regensburg weiterentwickelt. Perspektivisch soll das Konzept jedoch auch anderen Fahrradwerkstätten und Kommunen zur Verfügung stehen. Damit eröffnet sich die Möglichkeit, die Idee einer dezentralen und digital organisierten Fahrradreparatur auch an anderen Orten zu erproben.

Denn für Städte und Gemeinden, die den Alltagsradverkehr stärken möchten, stellt sich schließlich eine ähnliche Frage: Wie lassen sich vorhandene Werkstattangebote so ergänzen, dass Fahrradservice für möglichst viele Menschen einfach erreichbar wird?

RAD:HUB verbindet dafür vier Bausteine: dezentrale Abgabestationen, digitale Reparaturaufträge, Werkstattlogistik und Bike-Sharing.

Aus unserer Sicht liegt genau in dieser Verbindung das Potenzial des Projekts.

RAD:HUB in Regensburg selbst ausprobieren

Ihr möchtet Euer Fahrrad, E-Bike oder Lastenrad reparieren oder warten lassen, ohne dafür einen klassischen Werkstattbesuch organisieren zu müssen? Dann informiert Euch über unsere kontaktlose Fahrradabgabe.

Auf unserer Serviceseite findet Ihr die aktuellen RAD:HUBs in Regensburg und Neutraubling, eine Anleitung zur sicheren Abgabe und alle wichtigen Informationen zum Ablauf.

→ Jetzt RAD finden und Fahrradreparatur organisieren

Wir freuen uns, mit RAD:HUB einen weiteren Beitrag zu einer alltagstauglichen Fahrradmobilität in Regensburg leisten zu können.

Denn unser Ziel ist einfach: Das Fahrrad soll den Alltag leichter machen – und der Fahrradservice ebenso.

RAD:HUB: Neue Wege für die Fahrradreparatur in Regensburg

Stevens

E-Molveno Gent/Lady/Forma

E-Trekking, Alltag & City

Preis: 2.299,00 €

Outletpreis: 1.749,00 €

Öffnungszeiten:

Di – Fr 10:00 – 13:00 + 14:00 – 18:00 Uhr

Sa 10:00 – 16:00 Uhr

Adresse:

Lappersdorfer Straße 2

93059 Regensburg

Öffnungszeiten:

Di – Fr 10:00 – 13:00 + 14:00 – 18:00 Uhr

Sa 10:00 – 16:00 Uhr

Adresse:

Lappersdorfer Straße 2

93059 Regensburg

Ohne Verfügbarkeitsgarantie!

Nur so lange der Vorrat reicht!

×